Der Förderverein zur Erhaltung der historischen Schwarzorgel der Stadtpfarrkirche Bühl (Baden) e.V.

stellt sich vor

 

 

Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt die einzigartige Schwarz/Walckerorgel an ihrem Originalstandort Bühl (Baden) zu erhalten.

Leider gab es Bestrebungen das Instrument ganz oder gar in Teilen (Pfeifenwerk) zu veräußern. Der Wert dieser großartigen Orgel wurde von den zuständigen Gutachtern völlig verkannt, da beispielweise den originalen, bewährten Walcker'schen Taschenladen keinerlei Wert zugesprochen wurde. Dies stimmt sehr seltsam, da es genug Beispiele aus der heutigen Zeit für aufwändige teils sehr kostspielige Rekonstruktionen genau dieses Ladensystems gibt. So in der derzeit eingelagerten Walckerorgel von 1927 des ehemaligen Hans-Sachs-Hauses in Gelsenkirchen. Das einzigartige Pfeifenwerk ist auf diesen Ladentyp angewiesen, mit Schleifladen ist der Klang, auch einmal vom enormen Windverbrauch der Pfeifen ganz abgesehen, nicht zu erreichen, . Die Orgel ist ein in sich geschlossenes technisches wie klangliches Zeugnis seiner Entstehungszeit und wohlmöglich die letzte noch erhaltene pneumatische Großorgel der Firmen F.W. Schwarz/E.F. Walcker & Cie aus der Zwischenkriegszeit. Zudem wäre es ein Schlag in das Gesicht der damaligen Spender deren Nachkommen noch leben uns sich dieser großen Tat bis heute bewußt sind. Leider wurden die oben aufgeführen Gutachten ausschließlich aus dem regionalen Umfeld eingeholt. Die (noch) erhaltenen (ausschließlich kleineren) vollpneumatischen Taschenladenorgeln im Bistum lassen sich an gerade einmal fünf Fingern abzählen.

Den oft erwähnten konstruktionsbedingten "Mängeln" der Orgel möchten wir widersprechen. Beispielsweise sollen laut der um 2008 eingeholten Gutachten die Trakturwege ohne Zwischenrelais zu lange sein. Wir verweisen hier auf die 1930 gebaute 60-registrige Euleorgel der Aegidienkirche in Frankenberg. Diese pneumat. Taschenladenorgel ist mit der Bühler Orgel vergleichbar und funktioniert trotz noch längerer Wege ohne Zwischenstationen rasant schnell. Würde die Windladenkonstruktion wie Kegelladen nach dem Zustromsystem arbeiten sähe das natürlich anders aus, was aber hier nicht der Fall ist. Oder wie lange ist die Pneumatik zwischen den Relais im Berliner Dom? 2010 konnten wir mit einem Funktionstest sämtliche von den Gutachtern aufgestellte Mängel gründlich widerlegen! (Siehe die Videoseite)

Dass die Orgel eng gebaut ist bestreitet niemand, aber genau so eng geht es auch in der 1927 erbauten, seit 1986 erfolgreich restaurierten Orgel der Martinskirche Dornbirn (72 Register) zu. Einen Wasserschaden hat die Bühler Orgel heute auch nicht. Zeitgenössischen Dokumenten zufolge waren die Fenster der Kirche durch Kriegseinwirkung zerstört. Die festen Membranen sowie Feuchtigkeitsschäden wurden 1948 durch Josef Schwarz zur Gänze behoben, sodass die Orgel bis 1976 voll spielbar war. Die heute oft Zitierten Klagen über die Pneumatik aus den 1930ger Jahren ("Die Orgel hat seit der Erbauung nie richtig funktioniert") rühren daher, dass ein "Besserwisser" der Pfarrei die Membranen "zum Schutz" mit Zaponlack, welcher sich noch heute im Orgelunterbau befindet, angestrichen hatte. Nebenbei sei erwähnt, dass das große, heute doppelverglast isolierte Fenster hinter der Orgel (aus dem 19.Jahrhundert) keineswegs mit der heutigen Innenausstattung sowie den übrigen Fenstern harmoniert. Mehr Licht bringt es durch seine extrem dunkle Glasfärbung nicht. Die großen Temperaturschwankungen im Orgelbereich sind nach der Turmfenstersanierung auch nicht mehr vorhanden. Bedauerlicherweise wurde damals seitens des Bistums recht schnell eine kath. Kirchengemeinde in Hessen gefunden, die mit aller Entschlossenheit und Unterstützung der örtlichen Sachverständigen daran arbeitet die Bühler Orgel für ihre Zwecke nachweislich auszuschlachten, bzw. die Orgel völlig verändert auf einer viel kleineren Empore wieder aufzustellen.

2010 hat die Bühler Gemeinde ihren Beschluss jedoch revidiert: das Instrument bleibt nun erst einmal in Bühl.

Nun arbeiten wir an einem Sanierungs- und Nutzungskonzept. Das Gebläse konnten wir bereits restaurieren - fehlt "noch" die dazugehörige Orgel. Erfreulicherweise sind die mit einem weinroten Leder bezogenen Taschen in einem überwiegend guten Zustand, sämtlich Relais jedoch vertrockent. Mit Eigenarbeit unter der Aufsicht einer Orgelbaufirma könnten wir eine Sanierung relativ kostengünstig durchführen. Wir sind also auf jegliche Unterstützung angewiesen! Helfen Sie uns dieses europaweit einzigartige Instrument zu retten bevor es zu spät ist.

 

Vereinsstatus:


Eingetragen im Vereinsregister des Amtsgerichts Bühl (Baden) unter der Nummer VR602

. Die Gemeinnützigkeit des Vereins ist vom Finanzamt Bühl (Baden) anerkannt. Der Verein ist berechtigt, für Mitgliedsbeiträge und Spenden Zuwendungsbestätigungen auszustellen.

 

Vereinssatzung zum Download

 

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